Westwallmuseum
Bad Bergzabern
In den letzten drei erhaltenen Bunkern des ehemaligen Westwalls der
Südpfalz erfahren Sie mehr über diese, inzwischen zum Flächen- und
Streckendenkmal gewordene größte Hinterlassenschaft der NS-Zeit. Gehen
Sie durch die Geschichte dieses Mammutprojektes und erfahren Sie was der
Bau und die Existenz der Anlagen eine Auswirkung auf die Menschen hatte
und bis heute hat.
Die Bunker und das Museumsgelände sind Eigentum der Stadt Bad
Bergzabern, der Betrieb des Museums erfolgt durch Ehrenamtliche.
Der Großteil der Sammlung besteht aus Dauerleihgaben privater Sammler. Einen
Verein gibt es nicht.
Der Westwall und damit die Bunker des Museums lassen sich nicht ohne
Blick auf die Zielsetzung Hitlers "Lebensraum im Osten" zu erobern und die
dort lebenden Menschen zu versklaven, verstehen. Der Primärzweck des
Westwalls war das Bestreben die westlichen Demokratien, sowohl
propagandistisch wie praktisch, davon abzuhalten die hitlerschen
Angriffskriege nach Osten zu beeinflussen.
Im Zuge der Umgestaltung und Neuausrichtung der Ausstellung in Bunker 2 wollen wir den Zusammenhang zwischen dem Bau des Westwalles, der Enteignung und teilweisen Zwangsvertreibung der Bewohner des Grenzstreifens, der Militarisierung breiter Bevölkerungsschichten bis hin zur Errichtung des Sonderlagers Hinzert für nicht "Kooperative Westwall Arbeiter" ausführlicher dokumentieren. Auch die Thematik der Neuordnungsdörfer und der Vertreibung der elsässisch, lothringischen Bevölkerung nach 1940 soll zukünftig eingebunden werden.
Galerie
Bilder aus der Austellung